Klarheit zum WM-Start

Rot-Weiß-Rot statt Rotschwarz: Rangnick macht Österreich froh

Ralf-Rangnick
Ralf Rangnick fühlt sich im Kreise seiner österreichischen "Burschen" pudelwohl. (Foto: Imago)
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14.06.2026 | 11:16 Uhr
Um Ralf Rangnick ranken sich vor der WM viele Gerüchte. Hört der "Professor" als österreichischer Nationaltrainer auf und geht zum kriselnden Milan? Nix da: Der Deutsche bleibt bei den "Burschen".

Als die Hängepartie endlich offiziell beendet war, atmete auch Ralf Rangnick durch. "Es ist mir einfach eine Herzensangelegenheit. Das ist die richtige Entscheidung", kommentierte der 67-Jährige im sonnigen Santa Barbara seine lang ersehnte Vertragsverlängerung als Teamchef Österreichs. Viel war in den vergangenen Tagen über seine Zukunft spekuliert worden, kurz vor dem WM-Auftakt stellte der deutsche Erfolgstrainer nun Klarheit her - und könnte seiner Mannschaft damit einen zusätzlichen Schub geben.

Denn die Rangnick-Frage hatte die Vorbereitung Österreichs auf die erste WM-Teilnahme seit 1998 bestimmt, mit seinem Bekenntnis zum ÖFB-Team bis zur EM 2028 beseitigte er die größte Ablenkung abseits des Platzes selbst. "Ich bin froh, dass ich diese Entscheidung getroffen habe", sagte Rangnick dem ORF: "Das ist für mich auch wichtig, damit ich mich voll und ganz auf meine Spieler und unser Turnier hier konzentrieren kann."

Rangnick lässt AC Mailand abblitzen

Höchste Zeit, denn bereits am Mittwoch (6 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV sowie im ntv.de-Liveticker) ist Österreich zum Auftakt gegen Jordanien in Santa Clara gefordert. Sein Vorhaben, vor dem WM-Start alle offenen Fragen zu beantworten, setzte Rangnick auf den letzten Metern in die Tat um. Bei seiner Entscheidung, den auslaufenden Vertrag zu verlängern, hätten "viele Faktoren" eine Rolle gespielt, erklärte er. Wichtig sei ihm vor allem gewesen, dass auch seine Mitarbeiter "an Bord" bleiben. 

"Es ist ein wichtiges Signal für Geschlossenheit und gemeinsame sportliche Ziele. Die nun geschaffene Klarheit ist insbesondere für die Mannschaft von großer Bedeutung", sagte der ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll. Dass Rangnick sich für Österreich entschieden habe, zeige, "welchen Stellenwert dieses Projekt für ihn hat".

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Einen so großen offenbar, dass Rangnick zum wiederholten Male dem Lockruf eines europäischen Topklubs widerstand. Nachdem er vor zwei Jahren Bayern München hatte abblitzen lassen, erteilte er nun AC Mailand eine Absage. Dass es mit den Italienern Kontakt gegeben habe, sei "kein Geheimnis", sagte Rangnick, der als Technischer Direktor bei den Rossoneri gehandelt worden war. Er habe von Anfang an jedoch deutlich gemacht, dass er bis zur WM Klarheit haben wolle. Diese habe es von Klubseite aus laut Rangnick bis zuletzt nicht gegeben. Doch, so betonte der Coach, "wenn ich mich nicht wohlfühlen würde, würde ich seit zwei Jahren nicht mehr hier sitzen".

Und so setzt der gebürtige Schwabe den 2022 eingeschlagenen Weg mit den "Burschen" fort. Nach der EM 2024 führt dieser nun nach 28 Jahren Abstinenz zurück auf die WM-Bühne. Gegen Jordanien warte dabei gleich zu Beginn eine anspruchsvolle Aufgabe, dozierte Rangnick beim ORF. Die Partie sei "richtungsweisend und genau so werden wir sie auch angehen". Mit der nun gewonnen Klarheit im Rücken.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar/sid