Zwölfer Rennstall?

Flirt mit chinesischem Autoriesen erregt Formel-1-Fantasien

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Formel-1-Boss Stefano Domenicali und FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem hätten sicher nichts gegen ein Team aus China. (Foto: IMAGO/PsnewZ)
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14.06.2026 | 11:25 Uhr
China ist der größte Automarkt der Welt, in der Formel 1 aber noch nicht mit einem Team vertreten. Geht es nach dem Boss des Motorsport-Weltverbandes, muss sich das ändern.

Die USA sind seit diesem Jahr in der Formel 1 wieder standesgemäß vertreten. Nachdem jahrelang das kleine Haas-Team das Stars-and-Stripes-Banner alleine hochhielt, mischt nun auch der Autoriese General Motors mit seiner Edelmarke Cadillac mit. Über den Einstieg des elften Rennstalls, der seine Motoren noch von Ferrari bezieht, hatte die Rennserie lange gestritten. Sollte die Formel 1 weiter aufstocken, könnte der nächste Rennstall aus China kommen.

"Es geht nicht darum, einfach ein weiteres Team dazuzunehmen, sondern darum, das richtige Team dazuzunehmen. Und das richtige Team sehen wir in China", sagte Mohammed Ben Sulayem, Chef des Automobil-Weltverbandes FIA, am Rande des 24-Stunden-Klassikers in Le Mans. Es sei längst deutlich, dass, wenn es einen weiteren Rennstall geben würde, "es hoffentlich einer aus China sein wird", sagte Ben Sulayem weiter.

Die derzeitigen Regularien würden einen zwölften Rennstall erlauben. Der chinesische Autoriese BYD wird als heißer Kandidat genannt. Vizepräsidentin Stella Li hat Interesse an einem Einstieg bekundet. "Ich mag die Formel 1, weil sie Leidenschaft und Kultur verkörpert und die Menschen davon träumen, in der Formel 1 zu sein", sagte Li bei der Peking-Motor-Show im April.

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Früherer Red-Bull-Chef traf sich mit Chinesen

Zuletzt soll sich die BYD-Vizepräsidentin beim Grand Prix von Monaco mit Ben Sulayem und Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali getroffen haben. Es wurde außerdem über Gespräche zwischen Li und dem langjährigen Red-Bull-Teamchef Christian Horner berichtet. Der Brite hatte 2025 nach 20 Jahren als Teamchef bei den Bullen seinen Hut nehmen müssen, sucht seither nach einer neuen Anlaufstelle.

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Eine einfache und schnelle Nummer wäre ein BYD-Einstieg in die Formel 1 nicht. Das Bewerbungsverfahren ist zeit- und kostenintensiv. Sowohl die FIA als auch der Rechteinhaber Liberty Media aus den USA müssten zustimmen. Dass Sulayem und Co. den Blick gen Reich der Mitte richten, ist indes wenig überraschend. China ist gemessen an Neuwagenverkäufen der größte Automarkt der Welt. Die Formel 1 erkannte das Potenzial schon früh: Seit 2004 trägt die Serie in Shanghai den Großen Preis von China aus. Mit Zhou Guanyu gab es von 2022 bis 2024 auch erstmals einen chinesischen Piloten im Formel-1-Feld. Der 27-Jährige ist zurzeit Reservefahrer - bei Cadillac.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar/dpa