Buzzer, aber doch unzufrieden!
Ninja Warrior: Buschi-Favorit Ole Janek holt trotz Verletzung 5.000€ und das Final-Ticket

30.10.2026 | 23:10 UhrEr ist wohl einer der kritischsten Ninjas, was seine eigenen Läufe angeht: Ole Janek verpasst in Vorrunde 5 von Ninja Warrior knapp die Mega-Wand, holt aber doch den Tagessieg. Mit seinem Lauf ist er dennoch nicht zufrieden. Wieso? Das erklärt er in der neuen Folge vom Buzzer danach. Außerdem geht es um seinen Sieg in der russischen Ninja-Show „Super Ninja”, seine Einschränkungen aufgrund einer Langzeit-Verletzung und die Frage, wie lange man den Ninja-Sport auf diesem Niveau ausüben kann.
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Mein Gast heute. Ich nenne ihn ein Mysterium im positiven Sinne. Er ist nämlich nicht nur hier in Deutschland einer der absoluten Top Favoriten, sondern er hat auch außerhalb von Deutschland schon bewiesen in verschiedenen Shows, was er drauf hat. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, Platz eins wäre nicht unwahrscheinlich. Und warum kann ich das sagen, ohne zu spoilern? Jetzt.
Und damit Herzlich willkommen zu Buzzer. Danach und jetzt lösen wir auch das Geheimnis dieses Mysteriums. Ole Jannek ist bei mir. Ole! Schön, dass du da bist.
Hallo, Daniel. Ich freue mich, hier zu sein.
Ja. Ole! Dein Vorrundenlauf sah bis auf die Megawand tadellos aus. Das würde ich als. Und das sagen auch viele andere als normale Zuschauer auch. Du warst aber höchst unzufrieden. Erkläre uns doch mal, warum.
Na, offensichtlich wegen der Mega Wand.
Okay.
Es war meine Erwartung und es hat nicht geklappt. Aber darüber hinaus will ich auch nicht sagen, dass der Lauf Tadellos war. Zum Beispiel Ganz am Anfang bin ich einmal gestolpert. Ich glaube, da war ich noch nicht so richtig wach im Parkour. Und tatsächlich kann ich mich noch daran erinnern, dass ich so die ersten drei Hindernisse eigentlich nichts mitbekommen habe und dann so realisiert habe. Oh, ich bin gerade bei Ninja Warrior wieder dabei. Da hatte ich so einen kurzen Moment, wo ich so kurz gestoppt habe und dann lief es aber flüssig durch bis zum Ende halt.
So hatten wir es nämlich auch gesehen. Du hast, als du die Megamanis probiert hast, das erste Mal in der Show nicht geschafft. Sonst davor immer. Du hast gesagt, die Überzeugung hat auch so ein bisschen gefehlt. Ist das was, wo du sagst Okay, daran muss ich vielleicht jetzt sogar noch arbeiten. Oder war das jetzt einfach nur ein falscher Moment?
Also ich war in dem Moment selber sehr überrascht, dass es nicht geklappt hat, weil so drei, vier Tage vorher war ich in der Halle und habe das geübt. Und du musst dir vorstellen, wenn das so die Mega Wall war, in der Halle war ich ungefähr mindestens 3040 Zentimeter da drüber, mit meinem Arm und meiner Hand. Und deshalb war ich sehr überrascht, dass ich es einfach nicht funktioniert hat in dem Moment. Und ich habe es mir jetzt wirklich noch mal sehr lange angeschaut und war ehrlich gesagt beim Anschauen auch recht frustriert, das nochmal durchzulesen. Aber so wie ich das einschätze, war das Problem, dass ich bei meinem vierten Schritt da habe ich die Wandneigung falsch eingeschätzt. Also wenn, wenn das die Wand ist, sollte mein Schritt halt in die Wand gehen. Aber mein Fuß war zu weit weg von der Wand und dann war er halt hier am höchsten Punkt und ist dann so runter in die Wand gefallen. Und dadurch habe ich einerseits Höhe verloren und bin dann halt auch so ein bisschen abgerutscht. Und das hat dann, glaube ich, am Ende ausgemacht.
Und da waren es gar nicht diese zehn Zentimeter, die hättest du wahrscheinlich auch so geschafft, oder?
Ja, ich glaube schon. Also ich meine selbst dadurch, dass der Schritt total schlecht war und der letzte Schritt dann auch noch gerutscht ist, war ich ja eigentlich nicht so weit weg. Aber ja, im Endeffekt ist es egal, wenn du dich entweder es klappt und ich bin oben dran oder nicht.
Oder es klappt halt nicht. Was würdest du sagen, Wie viel Perfektionist steckt in dir? Was so ein Parkourlauf angeht? Weil du bist ja auch schon sehr kritisch mit dir selbst.
Boah, ich würde sagen, schon ganz schön viel. Tatsächlich. Also es gibt selten, dass ich einen Lauf mache und sage, der wäre perfekt, sondern eher so der war jetzt in dem Moment gut genug. Aber wenn ich noch mehr üben würde, würde er auch noch deutlich besser gehen.
Und du hast ja auch im Parkour dann noch mal alles gegeben und das ist ja auch ziemlich gut ausgegangen. Du hast nicht mit großem Vorsprung das Eis geholt und die 5.000 und stehst damit automatisch auch noch im Finale. Also da werden wir dich dann auf jeden Fall sehen. Ist so ein so eine Duellsituation, wo du wirklich richtig Gas geben musst. Ist das was, wo du aufblühen kannst?
Ich glaube ja, In dem Moment war es schon so, weil ich doch das Adrenalin von dem Lauf davor in mir hatte und dann einfach nicht nachgedacht habe, sondern einfach losgerannt bin. Und das ist ja auch recht gut geklappt hat. Und selbst hätte ich einen Fehler gemacht, hätte ich ja noch zurücklaufen können und hätte wahrscheinlich auch noch. Also zumindest bei Julian, der hat ja auch einen Fehler gemacht. Dann wäre es noch mal spannend gewesen. Und mit Justin wäre es vielleicht auch noch drin gewesen, das noch zu retten.
Du warst. Aber das haben wir gesehen. Dein Arm war getaped. Du warst zum Zeitpunkt der Show verletzt. Ist das erste Mal. Ist das wieder vollständig? Alles gut Mittlerweile?
Nein. Leider nicht. Nee. Also, ich bin immer noch damit beschäftigt, dass es wieder richtig gut wird und muss immer noch ein bisschen aufpassen. Leider. Irgendwie zieht sich das sehr lange.
Okay, aber was ist da so kompliziert? Erklär uns noch mal ganz kurz, was da genau war, Was du genau hattest.
Also, das ist beim Wettkampf passiert. Da war eine Bewegung, wo man praktisch im Stütz springt. Und ich habe es nicht gehalten, bin ein bisschen runter gedrückt und habe mich dann aber wieder rausgedrückt und tatsächlich noch den Wettkampf gewonnen und habe es in dem Moment auch gar nicht so sehr gemerkt. Aber dann, so im Nachhinein, hatte ich echt Probleme, meinen Arm unter Last zu strecken. Also zum Beispiel mich einfach an der Stange ranzuhängen. Das geht mittlerweile alles wieder gut. Aber trotzdem muss ich noch aufpassen. Vor allem, wenn ich jetzt wieder viel trainieren will, dass das mein Arm noch nicht ganz so verträgt.
Gut, dann nehmen wir mal kurz Abstand von Ninja Warrior Germany und gehen mal ins Internationale. Ich habe es vorhin angeteasert. Du warst vor zwei Jahren, das wissen vielleicht viele nicht, der Staffelsieger in Russland bei Super Ninja. Das ist so was ähnliches wie Ninja Warrior. Erklär uns mal, was ist das für eine Show? Wie unterscheidet sich das von Ninja Warrior?
Also es ist relativ ähnlich zu Ninja Man. Der einzige Unterschied ist halt, dass man keine Hindernisse so separiert hat, sondern man hat in jedem Hindernis noch die Aufgabe, so einen leuchtenden Ring einzusammeln. Und erst wenn man den hat und das Hindernis geschafft hat, hat man praktisch ein Hindernis absolviert. Und das Format ist eigentlich auch ähnlich wie bei Ninja. Man hat halt verschiedene Parcoure. Vorrunde ist eigentlich wie in Deutschland ein langer Parcours. Halbfinale ist ein Duell. Parcours wie jetzt bei uns. Dieses Jahr und Finale ist dann wieder ein recht langer Parcours, der noch mal deutlich schwerer ist.
Okay, und was war denn letztendlich die finale Disziplin, Die finale Challenge, in der du gewonnen hast? Wie sah das aus?
Das war. Also. Ich würde es wirklich wie ein Power Tower beschreiben. Du hattest erst praktisch so eine Wand, die du hochkletterst. Dann hattest du so Klettergriffe, die du zur Seite hangst. Zum Schluss noch mal Ringe, mit denen du hochhangelt. Und am Ende musstest du so einen Kamin hochklettern. Also, ich weiß nicht, 20, 25 Meter hoch. Und da ging es eben darum, wer schneller war. Und da war ich im Duell gegen Clermont Graw, der Sieger von Frankreich damals. Und ja, hat sehr Spaß gemacht. Ich habe gewonnen und wir haben uns auch gut verstanden.
Und war auch lukrativ. Du hast da quasi als Staffelsieger 5 Millionen Rubel gewonnen, das sind umgerechnet rund 50.000 . Was macht ein Anfang Mitte 20-jähriger mit so viel Kohle?
Na, erst mal musste ich 35 % in Russland lassen. An russischen Steuer.
Oh, wow. Okay, dann bleiben also noch so 30.000 übrig. 35 Jahre?
Ja. Dann ging noch ein Teil an Klamotten, weil wir einen Deal hatten. Damit keiner von uns leer ausgeht, dass jeder was kriegt. Haben wir also geteilt. Und den Rest? Den habe ich eigentlich noch. Also, ich habe es ein bisschen zum Trainieren benutzt. Und wenn ich jetzt auf Wettkämpfe fahre oder nach Amerika fliege, was jetzt schon öfters gemacht habe, aber prinzipiell liegt es eigentlich da. Okay, für schlechte Zeiten wird.
Wieder investiert, sozusagen. Okay, du hast 2023 auch die OG Games gewonnen. Das ist ein Wettbewerb vom Overground und da machen ja auch sehr viele internationale Wintersportler mit. Und ich hatte vor drei Wochen mit Jonas schön gesprochen und der hatte gesagt die krassen Sportler kommen. Oder die krassen neuen zukünftigen Sportler kommen zumindest zum Teil aus Israel. Die holen gerade sehr stark auf. Was würdest du einschätzen von deiner internationalen Erfahrung? Würdest du da mitgehen?
Ja, schon. Also ich würde sagen, Amerika ist immer noch weiter vorne. Israel ist eher so gut in so kraftbasierten Sachen, also Ausdauer, lange hängen, Sachen sehr schnell machen. Wo es aber nicht so technisch ist. Und Amerika ist einfach super gut in komplexen technischen Hindernissen, aber auch in allem anderen.
Ja, und wir hatten ja auch schon mal das Duell Deutschland Amerika bei uns hier in Köln und da haben wir zumindest ganz gut mithalten können. Also ich glaube, wir sind auch schon eine der der vorderen Nationen, was das angeht. Wir haben ja auch sehr viel guten Nachwuchs.
Du bist ja.
Ja. Nee, doch nicht. Okay, jetzt kommt die Gegenrede. Bitte.
Also ich würde schon sagen, wenn die Besten aus Deutschland nach Amerika gehen, sind die vielleicht oberes Mittelfeld.
Bei den Eindruck also schon ein großer.
Unterschied.
Okay, weil wir hatten ja hier das vier Nationen Special einmal und da dachte man eigentlich ja, also eigentlich läuft gut, war ja.
Dabei das Teilnehmerfeld gemischt. Ich würde sagen, der einzige, der richtig gut war, war Jay Lewis und ich würde sagen, da drüben gibt es noch 20 andere Kinder, die so früh angefangen haben wie Jay und mindestens genauso stark sind.
Okay, also dann haben wir noch ein bisschen Nachholbedarf, aber ich glaube, wir sind schon ganz gut dabei. Du bist jetzt in einem Alter.
Wo du dich Auf jeden Fall.
Ja, das entwickelt sich. Du du bist ja jetzt auch noch nicht so alt. Du bist ja eigentlich schon fast ein alter Hase, obwohl du erst Anfang Mitte 20 bis 23, 23242424 so. Ja, aber trotzdem lang dabei. Was glaubst du, wie lange kann man so einen Sport körperlich ausüben?
Gute Frage.
So auf dem Niveau, wo du jetzt bist. Wie lange glaubst du, kannst du das noch machen?
Also ich glaube, das eine ist das Körperliche und das andere ist aber auch das Mentale. Und ob du es willst, weil sich auf die Show vorzubereiten ist, glaube ich für die meisten, die vorne dabei sein wollen, ein ziemlich anstrengender Prozess. Wo ich also zumindest mir das letztes Jahr so gegangen war, also dieser Staffel so gegangen, dass ich teilweise sogar währenddessen ein bisschen den Spaß am Sport verloren habe und mehr so darauf ging, was relevant für die Show ist, aber nicht, was wirklich mir Freude macht. Ja, und die Show ist halt auch immer super stressig. Super aufregend, dass er die Frage, wie lange man sich das antun will und ob man dann lieber doch was anderes macht.
Irgendwann ist es gut, dass du es ansprichst, weil wir hatten das ja schon öfter, dass Leute gesagt haben, ich mag einfach diesen Showwettkampf, dieses TV Ding, diese dieses Duell, dieses man muss sich einfach gegeneinander wetten. mögen das nicht so, haben sich dennoch zurückgezogen, sind dann teilweise ein paar Jahre später wieder gekommen, dass man einfach sagt, man macht halt, wie man Lust hat. Und das ist auch ein guter Punkt für meine letzte Frage, weil die stelle ich jedem am Ende. Wir haben jetzt zehn Jahre ungefähr Wintersport in Deutschland. Was würdest du sagen, wie hat der Sport dein Leben verändert?
Ja, schwer zu sagen. Also es ist schon eine riesen Priorität in meinem Leben. Ja, es macht mir sehr viel Freude. Also ich bin ja früher damals so reingekommen, dass ich zuerst Parkour trainiert habe, aber irgendwie auch immer gern klettern wollte. Und Ninja war dann so die perfekte Kombination aus beidem. Und es ist finde ich auch immer noch und ich mag einfach die Bewegung super gerne. Und klar habe ich dadurch jetzt auch relativ viel Geld über die Jahre verdient. Also irgendwo ist es auch lukrativ, auch wenn ich nicht sagen würde, dass es der Grund war, warum man den Sport jetzt wirklich anfängt oder macht Und ja, ich ich mag schon sehr gerne. Das ist einfach sehr wichtig für mich. Also allgemein, dass ich Sport mache. Ob es jetzt Ninja direkt ist, ist jetzt aktuell mein Favorit, aber damals war es halt Parkour und ich kann mir auch vorstellen, dass es irgendwann irgendwas anderes ist wie Klettern oder Kitesurfen oder irgendwas anderes, was mir Freude bereitet.
Das ist doch auch schon so lange wir noch so viele Leute haben, so viel Nachwuchs haben. Ich glaube, da sind die nächsten zehn Jahre noch gesichert, würde ich sagen. Was das angeht ja, zumindest was den Nachwuchs angeht. Gut, das war's. Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast. Alles klar?
Supi. Gerne.
Danke dir. Und danke auch euch fürs Zuschauen. Das war der Beste. Danach wird diese Woche. Wir sehen uns nächste Woche wieder. Nach dem Vorrundenfinale, wie immer hier um 23:15 am Freitag hier bei NTV Sport. Und bis dahin hat eine schöne Woche und ein schönes Wochenende. Tschüss. Tschüss.





























