Der FC Lausanne-Sport und Cheftrainer Luka Elsner gehen nach nur fünf Monaten wieder getrennte Wege. Wie das Schlusslicht der Schweizer Super League am Dienstag offiziell mitteilte, verständigten sich beide Seiten nach Gesprächen über die sportliche Situation auf ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit. Elsner hatte das Amt am 1. Juni übernommen und einen Vertrag bis 2028 unterschrieben. In zwölf Ligapartien holten die Waadtländer unter dem 44 Jahre alten Slowenen allerdings lediglich sechs Punkte und nur einen Sieg. Hinzu kamen zwei erfolgreich überstandene Runden im Schweizer Cup. Den endgültigen Ausschlag dürfte die spektakuläre 4:5-Heimniederlage gegen den FC Thun gegeben haben: Lausanne führte in seinem Jubiläumsspiel bis zur 70. Minute noch mit 4:1, gab die Partie anschließend aber vollständig aus der Hand und blieb am Tabellenende hängen.
Trotz der sportlichen Talfahrt fand der Verein zum Abschied lobende Worte für Elsner. Lausanne würdigte dessen Professionalität, Engagement und methodische Arbeit. Auch die von ihm eingebrachten Werkzeuge hätten zur Weiterentwicklung des Trainerstabs beigetragen und sollen dem Klub erhalten bleiben. Weil im Profifußball letztlich jedoch die Resultate entscheidend seien, sei die Trennung zum jetzigen Zeitpunkt für alle Beteiligten die beste Lösung. Wer die Mannschaft künftig übernimmt, ist noch offen. Der Klub kündigte an, seine neue sportliche Organisation erst nach einer Entscheidung zu kommunizieren. Für Elsner endet damit ein kurzes Kapitel seiner Trainerlaufbahn. Vor seinem Engagement in der Schweiz hatte der frühere Coach von Le Havre, Stade Reims und Standard Lüttich bis April 2026 beim polnischen Erstligisten Cracovia gearbeitet. Lausanne steht vor einem wichtigen Kellerduell: Am Samstag gastiert das Schlusslicht beim Grasshopper Club Zürich und muss verhindern, dass der Rückstand auf die Konkurrenz weiter anwächst.

