Die Fußballvereine Inter Mailand und AC Mailand haben ihre Pläne für ein neues gemeinsames Stadion vorgestellt. Die Arena soll 2031 fertiggestellt werden, 71.500 Zuschauer fassen und künftig den Namen "Generali Stadium" tragen. Die Baukosten werden auf rund 2,3 Milliarden Euro veranschlagt.
Der Namensrechtevertrag mit dem Versicherungskonzern Generali soll über 20 Jahre rund 650 Millionen Euro einbringen. Beide Vereine sollen damit jeweils etwa 16 Millionen Euro pro Saison erhalten. Die neue Arena wird das traditionsreiche San Siro ersetzen und auch bei der Fußball-EM 2032 zum Einsatz kommen, die Italien gemeinsam mit der Türkei ausrichtet. Das bisherige Stadion Giuseppe Meazza (liegt im Stadtteil San Siro) soll nach dem Neubau teilweise abgerissen werden. Teile der Tribünenstruktur sollen erhalten bleiben.
Für die ersten Bilder des Neubaus hagelte es im Netz allerdings auch viel Kritik und Spott ("seelenlos", "Katastrophe", "Kloschüsselstadion"), Inter-Fans protestierten vor dem Event, auf dem die Stadionpläne präsentiert wurden.
Das Stadion wird zwei statt drei Zuschauerränge haben. Die beiden Fankurven sollen jeweils 11.600 Plätze bieten und eine Neigung von 37 Grad aufweisen. Unter dem erhöhten Stadionpodest sind Parkplätze vorgesehen. Neben Fußball soll die Arena auch für Rugby und American Football genutzt werden können. Die Außenfassade wird von einer markanten Konstruktion aus kreuzförmigen Elementen geprägt. LED-Beleuchtung soll die Vereinsfarben von Inter und Milan darstellen können. Auf der Fassade sollen zudem Bilder und Projektionen möglich sein.
Rund um die Arena ist ein 281.000 Quadratmeter großes Stadterneuerungsprojekt geplant. Neben Grün- und Freizeitflächen sollen ein Hotel, Einkaufsbereiche, Museen der beiden Vereine sowie zwei Vereinsshops entstehen.
Der britische Architekt Norman Foster bezeichnete Mailand als wichtige Inspirationsquelle für den Entwurf. "Das Stadion soll zu einem Bestandteil der städtischen Infrastruktur werden, vergleichbar mit der Mailänder Scala und der Galleria Vittorio Emanuele II.", sagte der Stararchitekt.

