Ebola-Chaos vor WM

Trump-Regierung fordert 21 Tage Quarantäne für Kongo-Team

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Die Profis der Demokratischen Republik Kongo sollen laut den USA in eine Isolations-"Blase". (Foto: picture alliance/dpa/AP)
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23.05.2026 | 10:06 Uhr
Herber Schlag für die Nationalelf der Demokratischen Republik Kongo: Das Weiße Haus fordert eine dreiwöchige Isolation für das gesamte Team vor der Einreise zur WM in die USA. Grund ist der Ebola-Ausbruch im Land, die "Sicherheit der amerikanischen Bevölkerung" stehe auf dem Spiel.

Wegen des Ebola-Ausbruchs in ihrer Heimat soll sich die Fußball-Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo nach Angaben der US-Regierung vor der WM für 21 Tage in Isolation begeben. Wenn das Team in die USA einreisen wolle, müssten sich alle Mitglieder für drei Wochen in einer "Blase" isolieren, sagte der WM-Verantwortliche des Weißen Hauses, Andrew Giuliani, am Freitag.

Die Mannschaft der DR Kongo will ihr Quartier bei ihrer zweiten WM-Teilnahme nach 1974 (als Zaire) in der US-Metropole Houston aufschlagen. Die Isolation müsse strikt eingehalten werden, betonte Giuliani bei ESPN: "Wir haben dem Kongo sehr klargemacht, dass sie die Integrität ihrer Blase für 21 Tage wahren müssen, bevor sie dann am 11. Juni nach Houston kommen können."

"Sicherheit der amerikanischen Bevölkerung"

In einer weiteren Stellungnahme erklärte Giuliani, oberste Priorität habe die "Sicherheit der amerikanischen Bevölkerung, der teilnehmenden Teams und der Millionen Fans". Zuvor hatte die US-Regierung der Mannschaft die Einreise in die USA zugesagt.

Das Team befindet sich derzeit zur Turniervorbereitung in Belgien. Es hatte ein dreitägiges Trainingslager in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa abgesagt und dort auch auf eine geplante Abschiedsveranstaltung mit Fans verzichtet. In Houston trifft die kongolesische Mannschaft in Gruppe K am 17. Juni zunächst auf Portugal. Weitere Vorrundenspielorte für das Team sind das mexikanische Guadalajara (Gegner Kolumbien) und Atlanta (Usbekistan).

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In der DR Kongo ist Ebola ausgebrochen, nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die Gefahr für die öffentliche Gesundheit "sehr hoch". Das Virus breite sich in dem Land weiterhin rasch aus, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. Die Zahl der Verdachtsfälle liege inzwischen bei mehr als 700. Die aktuelle Epidemie wird von der erstmals 2007 nachgewiesenen seltenen Bundibugyo-Variante des Ebolavirus verursacht. Gegen sie gibt es keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 30 bis 50 Prozent.

Verwendete Quellen: ntv.de, dbe/sid