Klopp über Nationalstolz: "Die Fahne zurückholen"
Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp verkündet in einer Pressekonferenz seine ersten DFB-Nominierungen. Dabei überrascht er nicht nur mit zwei Kadern, sondern einen Reporter offenbar auch mit seinem Cappy. "Da stecken ganz viele Botschaften drin", erklärt Klopp. Er wolle sich nicht politisch äußern - tut es dann aber doch.

Klopp über Nationalstolz: "Die Fahne zurückholen"
Gegen Real-Ansage: Mbappe verdeckt Solidaritäts-Shirt
Fußballstar Kylian Mbappé sowie seine Real-Kollegen Vinícius Júnior und Ibrahima Konaté sind in der hitzigen innenpolitischen Diskussion wegen des Massenandrangs auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta kritisiert worden. Beim Spiel von Real Madrid gegen den FC Elche am Dienstag hatten beide Vereine vereinbart, dass die Spieler Shirts mit der Solidaritätsaufschrift "Todos somos Caballas" (Wir sind alle aus Ceuta) tragen. Darunter stand in kleinerer Schrift: "Ceuta y sus caballeros de la mar" (Ceuta und seine Ritter des Meeres).
Zwar zogen die drei die Shirts an, rollten den unteren Saum jedoch so weit nach oben, dass der untere Text verdeckt war. Zudem zogen sie die Shirts vor der Begrüßung der gegnerischen Spieler schnell wieder aus. Vor allem konservative und rechtsextreme Kreise sowie ihnen nahestehende Medien prangerten dies als Verweigerung der Solidarität mit den mehr als 80.000 Einwohnern Ceutas an. Denselben Vorwurf erheben sie auch gegen die linke Regierung von Spaniens Ministerpräsidenten Pedro Sánchez.
Mbappé wies die Kritik zurück und beklagte indirekt mangelndes Mitleid mit Migranten. In einem Interview mit der spanischen Sportzeitung "As" bekräftigte er seine "volle Solidarität mit Ceuta". "Ich wollte aber auch ein Zeichen setzen und meine Gedanken an all die Immigranten ausdrücken, die ihr Leben verloren haben und die ebenfalls unter schwierigen Bedingungen leben", fügte er hinzu.
"Schwachsinn" Uli Hoeneß lästert über Harry Kanes Konkurrenten
Für Bayern Münchens Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß geht bei der Wahl zum weltbesten Fußballer in diesem Jahr kein Weg an Harry Kane vorbei. "Er hätte es extrem verdient. Und ich hoffe auch, dass er ihn kriegt", sagte Hoeneß der "Münchner Abendzeitung". Bei der Journalistenwahl für den Ballon d'Or werden neben dem Münchner Stürmerstar vor allem den spanischen Weltmeistern Lamine Yamal und Rodri, den beiden Franzosen Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé sowie Argentiniens Superstar Lionel Messi gute Chancen eingeräumt.
"Messi den Ballon d'Or zum fünften Mal zu geben, halte ich für Schwachsinn", machte Hoeneß allerdings deutlich. Kane habe anders als die Konkurrenten "eine überragende Saison über alle Wettbewerbe" gehabt, sagte Hoeneß: "Wenn er es dieses Jahr nicht verdient, wann dann?" Der ebenfalls hoch gehandelte Mbappé, Torschützenkönig in der Champions League und bei der WM, sei mit Real Madrid hingegen "nicht mal spanis
DFB-Überraschung: Darum verzichtet Klopp auf Undav
Jürgen Klopp wird bei der Nominierung seines ersten DFB-Kaders auf WM-Teilnehmer Deniz Undav vom VfB Stuttgart verzichten. Das berichten "Sky" und "Bild" übereinstimmend. Die Zeitung enthüllt nun allerdings, dass es sich keineswegs um eine grundsätzliche Ausbootung handelt - im Gegenteil.
In einem persönlichen Gespräch, das von "Vertrauen und Offenheit geprägt" war, soll Klopp Undav mitgeteilt haben, dass er in den Planungen des DFB-Teams weiterhin eine Rolle spiele. Der Verzicht auf seine Dienste beim anstehenden Nations-League-Viererpack erfolge, damit der Stürmer die Zeit nutzen kann, um fitnessmäßig wieder auf 100 Prozent zu kommen, so die "Bild".
Zuletzt setzten Achillessehnenprobleme dem 30-Jährigen immer wieder zu. Diese soll Undav nun auskurieren. Auch, um künftig eine tragende Rolle unter Klopp einnehmen zu können.
Thomas Müller kassiert herben Rückschlag bei Comeback
Thomas Müller ist bei seinem Comeback mit den Vancouver Whitecaps überraschend aus dem Canadian Championship ausgeschieden. Das Team unterlag CF Montréal im Halbfinal-Rückspiel mit 1:2 (0:2) und verpasste nach dem 1:1 im Hinspiel den erneuten Einzug ins Endspiel. Zuletzt hatten die Whitecaps viermal in Serie den Titel gewonnen, mit insgesamt fünf Triumphen liegen sie hinter Rekordsieger Toronto FC (acht) auf Rang zwei.
Müller hatte in der Liga am vergangenen Wochenende angeschlagen gefehlt, nachdem er am Spieltag zuvor nach einem Schlag verletzt ausgewechselt werden musste. Gegen Montréal kehrte er in die Startelf zurück, konnte aber keine entscheidenden Akzente setzen. Im Canadian Championship kämpfen die elf kanadischen Profiklubs, drei aus der Major League Soccer und acht aus der Canadian Premier League, sowie vier semi-professionelle regionale Meister seit dem Jahr 2008 um einen eigenen Titel.
Im Finale trifft Montréal nun am 21. Oktober auf den Forge FC.
Matthäus wundert sich über Klopps Riesen-Kader
Vier wichtige Länderspiele stehen der Nationalmannschaft bevor. Lothar Matthäus fragt sich, wie ein Bundestrainer 40 Spieler gleichzeitig genau im Blick behalten soll. Zumindest beim Torhüter hat der Rekordnationalspieler eine klare Meinung.

Matthäus wundert sich über Klopps Riesen-Kader
Tuchel leidet: "Niemand ist mehr verletzt als ich"
Der englische Nationaltrainer Thomas Tuchel leidet noch immer unter dem dramatisch verlorenen WM-Halbfinale gegen Argentinien (1:2): "Ihr könnt versuchen, mich hier fertigzumachen. Aber es ist meine Narbe, nicht eure. Niemand ist mehr verletzt als ich, niemand wollte es mehr", sagte der deutsche Trainer in einer Dokumentation des englischen Verbandes. "Man kann endlos gequält werden und denken: ‚Hätte ich andere Auswechslungen vorgenommen, hätten wir das Spiel gewonnen.‘ Man weiß es einfach nicht."
Tuchel hatte beim Stand von 1:0 wenige Minuten vor Schluss zwei defensive Wechsel vorgenommen - und damit die Wette verloren, die Führung gegen wild anrennende Argentinier über die Zeit zu retten. Dafür war er heftig kritisiert worden.
Tuchel sagte, England habe nach dem Führungstreffer von Anthony Gordon in der 55. Minute "auf den Tod gewartet." Seine Mannschaft sei mit der Offensivtaktik der mit stetig wachsender Wut und Wucht anrennenden Argentinier nicht gut zurechtgekommen. "Nach dem, was ich gesehen habe, und aufgrund der Erfahrung, der Informationen und des Ausmaßes an Verrücktheit, das Argentinien gezeigt hat – Wechsel um Wechsel um Wechsel, es war einfach ein offensiver Wechsel nach dem anderen. Das war meine Reaktion auf das Problem."
Manchester United erlebt nächste böse Überraschung
Kapitän Pascal Groß hat Brighton & Hove Albion zu einem wichtigen Sieg im Old Trafford geführt. Die Mannschaft von Teammanager Fabian Hürzeler gewann im League Cup bei Manchester United mit 3:2 (1:2) und warf Englands Fußball-Rekordmeister damit aus dem Wettbewerb. Groß half mit seinem Ausgleich zum 2:2 (65.), das Spiel zu drehen, Brighton steht nun im Achtelfinale.
Die kriselnden Gastgeber hatten einen perfekten Start erwischt, Shea Lacey (8.) und Mason Mount (10.) brachten Manchester mit einem frühen Doppelschlag mit 2:0 in Führung. Je näher die Halbzeitpause rückte, desto stärker wurde allerdings Brighton, und Charalampos Kostoulas (45.+1) gelang kurz vor dem Pfiff noch der Anschluss. Auf Vorlage des früheren Hamburgers Luka Vuskovic traf Groß dann mit einem platziertem Linksschuss zum Ausgleich, wenig später drehte Maxim de Cuyper (70.) das Spiel komplett.
Für Hürzelers Team war es das nächste Kapitel einer bislang erfreulichen Saison, in der Premier League steht der Klub nach vier Spieltagen auf Rang fünf. Die Red Devils haben dagegen bislang nur ein Ligaspiel gewonnen.
Mit 100. Tor: Messi köpft Miami zum nächsten Titel
Jubiläumstor und Vorlage: Superstar Lionel Messi hat seinen Klub Inter Miami im Campeones Cup zum nächsten Titel geführt. Im jährlichen Duell zwischen dem Meister der Major League Soccer und dem Champion der mexikanischen Liga MX setzten sich Messi und Co. mit 2:0 (1:0) gegen Cruz Azul durch.
Miami ging in der 24. Minute in Führung. Dass der Torschütze Messi hieß, war keine Überraschung – ungewöhnlich war allerdings die Art und Weise: Der 39-Jährige traf per Flugkopfball. Es war das 100. Tor des Argentiniers im Trikot von Miami - im 115 Spiel. In der Schlussphase verwertete Casemiro eine Messi-Ecke ebenfalls per Kopf zum Endstand (81.).
Der Sieg bescherte Messi seine erste Trophäe des Jahres – zwei Monate nach der bitteren Niederlage im WM-Finale 2026 gegen Spanien mit Argentinien.
Widerliche Aktion von saudischen Fans hat Konsequenzen
Weil Fans den portugiesischen Nationalspieler Rúben Neves mit "Jota, Jota"-Rufen provozierten, hat der Fußballverband Saudi-Arabiens mit einer Zuschauersperre und einer Geldstrafe reagiert. Laut Medienberichten muss Al-Taawon die beiden kommenden Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen und zudem 100.000 Riyal (rund 23.000 Euro) Strafe zahlen. Die Entscheidung kann nach Angaben des Verbands nicht angefochten werden.
Anhänger des Klubs hatten Néves beim Spiel seines Vereins Al-Hilal mit den auf Diogo Jota anspielenden Gesängen wiederholt provoziert. Der frühere Liverpool-Star war im Juli 2025 bei einem Autounfall zusammen mit seinem Bruder mit 28 Jahren ums Leben gekommen - und eng mit Neves befreundet gewesen. Bei der Beerdigung von Diogo Jota gehörte Neves zu den Sargträgern.
Der saudi-arabische Fußballverband und die Pro League verurteilten das Verhalten der Fans. "Dieses Verhalten steht im Widerspruch zu den Werten des saudi-arabischen Fußballs und den Grundsätzen des Sportsgeists", hieß es in dem Statement. Es sei «inakzeptabel, Tragödien für Beleidigungen oder Provokationen auszunutzen».


