Sportrichter kommt nach langer Haft in Belarus frei
Der Sportrechtler Alexander Danilewitsch ist aus der Haft in Belarus entlassen worden. Das verkündete der Internationale Sportgerichtshof Cas in einer Mitteilung und begrüßte dabei die Freilassung seines langjährigen Richters.
Danilewitsch wurde im Mai 2022 in Minsk festgenommen und 2023 nach Angaben des Cas wegen des "Aufrufs zu Sanktionen gegen Belarus und Beihilfe zum Extremismus" zu zehn Jahren Haft verurteilt. Das Urteil wurde damals laut des Sportgerichtshofs in einem Berufungsverfahren auf sechs Jahre herabgesetzt, nach etwas mehr als vier Jahren wurde Danilewitsch nun entlassen.
Der Cas brachte die Festnahme in Zusammenhang damit, dass der belarussische Juraprofessor und Anwalt Ende Februar 2022 eine Erklärung unterschrieben habe, in der zum Ende des Krieges in der Ukraine aufgerufen worden sei. Der Internationale Sportgerichtshof bezeichnete Danilewitsch damals als politischen Gefangenen.
Deutscher Star verlängert bei Double-Sieger
Fußball-Nationalspieler Yann Bisseck hat seinen Vertrag beim italienischen Doublegewinner Inter Mailand bis 2031 verlängert. Das gab der Verein bekannt und nannte den 25-Jährigen in der Pressemitteilung "die überragende Figur in der Abwehr" mit einer "beeindruckenden körperlichen Präsenz".
Sein bisher einziges Länderspiel hat Bisseck im Viertelfinalrückspiel der Nations League gegen Italien (3:3) absolviert. Unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp könnte er weitere Chancen bekommen.
Für Inter ist Bisseck unverzichtbar: Er ist Stammspieler und der zentrale Mann in der Inter-Dreierkette. Seine Vertragsverlängerung dürfte ein deutliches Gehaltsplus bedeuten.
FIFA läutet XXL-Ermittlungen gegen Argentinien ein
Nach den Vorfällen im Anschluss an das WM-Finale hat die FIFA Stellungnahmen von allen Beteiligten angefordert, unter ihnen ist auch der Argentinier Leandro Paredes. Danach will der Fußball-Weltverband seine Entscheidungen bekanntgeben, wie er nun mitteilte. Zuvor hatte der Weltverband einen Sonderermittler eingesetzt. Nach dem 1:0-Sieg Spaniens nach Verlängerung in East Rutherford war es zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen, die vor allem von argentinischer Seite ausgingen.
Die FIFA ermittelt außerdem wegen mehrerer möglicher Verstöße gegen Disziplinarregeln gegen den argentinischen Fußball-Verband. Dabei geht es auch um verbotene politische Botschaften bei Sportereignissen. Auch wegen mutmaßlich diskriminierender und rassistischer Vorfälle, verspäteter Anstöße sowie unangemessener Botschaften wird gegen Argentiniens Verband ermittelt. Auch das Werfen von Gegenständen durch Fans werde untersucht.
Bobbycar-Bolide rast mit 149 km/h den Hang herunter
Bobby-Cars sind den meisten Menschen vor allem als Kinderspielzeug ein Begriff. Marcel Paul hat mit den ikonischen Autos auch als Erwachsener viel Freude. In der österreichischen Provinz erreicht er mit seinem Plastik-Pkw halsbrecherische 149 km/h.

Bobbycar-Bolide rast mit 149 km/h den Hang herunter
Erst Flugchaos, dann Bus-Irrfahrt: Europa League mit Hindernissen
Ist das nicht - der Eiffelturm? Trainer Enrico Maaßen und die Spieler des Schweizer Vizemeisters FC St. Gallen rieben sich auf ihrem turbulenten Trip nach Portugal verwundert die Augen, als plötzlich Paris unter ihnen lag. Die französische Hauptstadt liegt nicht gerade auf der Flugstrecke vom Startort Zürich nach Lissabon, wohin Maaßen und Co. zum Rückspiel in der zweiten Runde der Europa-League-Qualifikation bei Benfica unterwegs waren.
Der Grund für den Umweg des Schweizer Pokalsiegers: Die verheerenden Waldbrände in der Region und das dadurch entstandene Flugchaos. Deswegen wurde der Fußballerflieger kurzerhand umgeleitet. Mit einer rund einstündigen Verspätung landete der Charter laut Schweizer Medien in Portugal - allerdings nicht in Lissabon, sondern auf einem zivil genutzten Militärflughafen rund zwei Stunden von Portugals Hauptstadt entfernt. Dort wartete auf die Kicker Teil zwei ihrer kleinen Odyssee: Eine nächtliche Fahrt durch den Alentejo, die heißeste und trockenste Region des Landes. Der Bus, der die Profis an ihren Zielort bringen sollte, hatte auch Verspätung - wegen eines Unfalls musste er ebenfalls umgeleitet werden.
Immerhin geht St. Gallen mit einem Polster ins zweite Duell am morgigen Donnerstag (21 Uhr): Das Hinspiel hatte die Maaßen-Elf überraschend dank der Treffer des früheren Bochumers Aliou Baldé sowie des ehemaligen Ulmers und Gladbachers Tom Gaal 2:1 gewonnen.
Neuer Italien-Coach startet mit Entschuldigung
Roberto Mancini hat seine zweite Amtszeit als italienischer Fußball-Nationaltrainer mit einer Entschuldigung begonnen. 2023 zurückzutreten und nach Saudi-Arabien zu gehen, "war ein Fehler und es tut mir leid", sagte Mancini während seiner offiziellen Vorstellung am Mittwoch.
"Das Schicksal" gebe ihm jedoch nun "die Chance, es wiedergutzumachen: Es ist, wie wenn man die Frau seines Lebens verliert." Der 61-Jährige hatte Italien 2021 zum EM-Titel geführt, fünf Jahre später ist er im heillosen Chaos der Retter in der Not.
Mancini steht nun der erfahrene Claudio Ranieri als Sportdirektor zur Seite. Der Auftrag an das Duo ist eindeutig: "Wir spüren den Druck. Wir haben die Qualifikation für die letzten drei Weltmeisterschaften verpasst - und das verdient", sagte der stark in der Kritik stehende Verbandspräsident Giovanni Malagò.
Diese Klubs haben bei Harry Kane vorgesprochen
Die Zukunft des Münchner Stürmerstars Harry Kane sorgt weiter für Spekulationen. Der "Sport Bild" zufolge haben der FC Barcelona mit dem früheren Bayern- und Bundestrainer Hansi Flick sowie Al-Hilal aus Saudi-Arabien beim Lager des englischen Fußball-Nationalspielers "angeklopft". Kane, dessen Vertrag bei den Münchnern im nächsten Sommer ausläuft, habe aber Gespräche abgelehnt. Er soll dem deutschen Rekordmeister stattdessen signalisiert haben, für eine Verlängerung bereit zu sein.
Kane war im Sommer 2023 für die Münchner Rekordablöse von rund 100 Millionen Euro von Tottenham Hotspur gekommen. Seitdem trifft Kane, der sich in Bayerns Landeshauptstadt wohlfühlt, wie am Fließband und wird von allen Seiten gelobt. Der FC Bayern möchte die Erfolgsgeschichte mit ihm über das Saisonende hinaus fortsetzen. "Ich glaube, es gibt von beiden Seiten ein großes Wollen. Und jetzt müssen wir schauen, dass dieses große Wollen in der Schnittmenge dann zusammenpasst", sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen.
Infantinos WM-Vorstoß? "Vollkatastrophe, was da passiert"
Darmstadt-Trainer Florian Kohfeldt hält den Infantino-Vorstoß, Anteile der Fußball-WM an Investoren zu verkaufen, für eine "Vollkatastrophe". Auch BVB-Berater Matthias Sammer äußert sich deutlich zum Fifa-Vorschlag.

Infantinos WM-Vorstoß? "Vollkatastrophe, was da passiert"
"Infantinos Größenwahn scheint grenzenlos zu sein"
FIFA-Boss Gianni Infantino sorgt wenige Tage nach der Fußball-Weltmeisterschaft eine Bombe platzen: Die FIFA will für mehrere Milliarden Euro Rechte an den großen Turnieren des Weltverbandes an private Investoren verkaufen. Schnell formiert sich Widerstand, vor allem die UEFA ist außer sich.
Auch aus der deutschen Politik sind die Signale in Richtung der FIFA-Zentrale in Zürich deutlich: "Infantinos Größenwahn scheint grenzenlos zu sein. Wenn der Kommerz den Sport dominiert, stirbt der Fußball", sagte Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour ntv/RTL zu den Vorgängen. "Die UEFA hat recht: die Privatisierungspläne überschreiten eine Grenze."
Laut Berichten mehrerer Medien sollen bis zu 20 Prozent der Anteile an der Fußball-WM verkauft werden. Um die Pläne umzusetzen, benötigt die FIFA eine einfache Mehrheit ihrer Mitgliedsverbände. Infantino hat dafür eine Deadline bis zum 19. September gesetzt - und winkt den Unterstützern mit einer satten Prämie. Die Zustimmung zu den Plänen ist demnach rund 40 Millionen Dollar wert. Wird das Vorhaben abgeschmettert, kassieren die Verbände lediglich 10 Millionen Euro. Dies sei "reine Bestechung", sagte eine nicht namentlich genannte Person der "Times".

"11Freunde"-Chef zerlegt Infantino
Überraschter DFB-Boss: Infantinos WM-Pläne "fatales Zeichen"
DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat die Investorenpläne des Fußball-Weltverbands FIFA scharf kritisiert. Es sei "ein fatales Zeichen, die Fußball-WM für Investoren zu öffnen. Der Fußball lebt von der Akzeptanz der Gesellschaft, wir dürfen ihn nicht zum Spielball von Investoren machen", sagte Neuendorf in einem Interview mit der Sportschau und dem ZDF.

Infantinos WM-Idee: Ohne UEFA "ist Projekt gestorben"
Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) fürchtet deshalb große Konsequenzen. "Die Akzeptanz der Fans dürfen wir nicht verlieren, aber wir sind auf dem besten Wege, diese Akzeptanz zunichte zu machen. Das halte ich für überaus problematisch und nicht zustimmungsfähig."
Neuendorf habe der Vorstoß "einmal mehr überrascht. Ich bin Mitglied im FIFA-Council. Da erwartet man schon, dass man über so eine gewichtige Entscheidung auch vorab informiert wird", erklärte er: "Das ist so umfassend, darüber muss ja innerhalb der FIFA über Monate, wenn nicht sogar über ein Jahr oder noch länger gesprochen worden sein. Es war nie Thema im Council."
"Kracher": Schalke zurrt Mega-Testspiel fest
Fußball-Bundesligist Schalke 04 bestreitet seine Generalprobe vor dem Saisonstart gegen Real Madrid und Superstar Kylian Mbappé. Wie der Verein bekannt gab, findet das letzte Testspiel der Mannschaft von Trainer Miron Muslic vor dem Pflichtspielauftakt gegen das spanische Top-Team anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Veltins-Arena in Gelsenkirchen am 16. August (17 Uhr/DAZN), statt. "Die Vorfreude ist groß, gegen einen solchen Hochkaräter den letzten Test der Sommervorbereitung spielen zu können", sagte Sport-Vorstand Frank Baumann: "Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass auch die Schalkerinnen und Schalker es nicht erwarten können, einen solchen Kracher als Testspiel zu sehen. Es wird ein echtes Fußballfest."
Auch für den spanischen Rekordmeister von Cheftrainer José Mourinho, der 2004 als Coach des FC Porto im Finale in Gelsenkirchen gegen die AS Monaco (3:0) die Champions League gewonnen hatte, ist es das letzte Spiel vor Saisonbeginn. Für Schalke startet die Pflichtspielsaison mit der Partie beim Halleschen FC (24. August) in der ersten Runde des DFB-Pokals. Die Bundesliga-Saison beginnt für den Aufsteiger sechs Tage später beim FC Augsburg.
Nächste Testspiel-Pleite für BVB
Borussia Dortmund hat nur vier Tage nach der Niederlage bei Drittligist Fortuna Düsseldorf (1:2) auch das erste Spiel auf seiner Asienreise verloren. Mit etlichen Nachwuchsspielern im Kader unterlag die Mannschaft von Trainer Niko Kovac dem japanischen Erstligisten Cerezo Osaka 0:1 (0:1). Dabei kam es zum Wiedersehen mit Shinji Kagawa, der wettbewerbsübergreifend 216 Mal für den BVB auflief und 2023 zu seinem ersten Profiklub nach Japan zurückgekehrt war.
Den einzigen Treffer der Partie erzielte Solomon Sakuragawa (8.) nach einer Ecke. Der deutsche Vizemeister, der mit einem speziellen Flock aus japanischen Schriftzeichen auf dem Rücken auflief, muss zudem um Innenverteidiger Filippo Mane (21) bangen. Der zweimalige italienische Nationalspieler musste kurz vor der Pause verletzt ausgewechselt werden.
Nicht im Kader standen die deutschen WM-Fahrer Felix Nmecha, Waldemar Anton und Maximilian Beier sowie der Schwede Daniel Svensson, die in Asien zwar dabei sind, aber noch nicht zum Einsatz kamen. Gregor Kobel, Ramy Bensebaini, Julian Ryerson und Marcel Sabitzer werden erst nach der Rückkehr aus Japan ins Training einsteigen. Am Samstag trifft der BVB im nächsten Testspiel auf Cerezos Ligakonkurrenten FC Tokyo (12 Uhr/Sky). Danach stehen weitere Testspiele gegen den englischen Meister FC Arsenal (9. August) und die AS Rom (15. August) an, bevor es im Supercup gegen Double-Gewinner Bayern München (22. August) zum Pflichtspielauftakt kommt.
"Habe mein Blut gegeben": Neymar sendet emotionale Botschaft
Nach seinem tränenreichen Abgang bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat Superstar Neymar sein Karriereende in der brasilianischen Nationalmannschaft bekräftigt. "Meine Zeit in der Nationalmannschaft ist vorbei. Ich habe Geschichte geschrieben, ich war sehr glücklich, ich habe mein Blut, mein Leben gegeben, ich habe immer für die Seleção gekämpft und gerungen, aber jetzt will ich das nicht mehr", sagte der 34 Jahre alte brasilianische Rekordtorschütze nach einem Pflichtspieleinsatz für den FC Santos gegenüber Medien.
Bei der zurückliegenden Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada war der von Verletzungen gebeutelte Neymar noch zum Einsatz gekommen, zwischenzeitlich hatte er knapp drei Jahre nicht mehr das Nationaltrikot getragen. Nach seiner auskurierten Wadenverletzung hatte ihn Trainer Carlo Ancelotti beim Achtelfinal-Aus gegen Norwegen eingesetzt, wo sein verwandelter Elfmeter bei der 1:2-Niederlage zu spät kam. Nach Spielschluss hatte Neymar bereits sein Karriereende in der Nationalmannschaft angekündigt.
"11Freunde"-Chef zerlegt Infantino
Der FIFA-Präsident möchte Anteile am größten Fußballturnier der Welt an private Geldgeber abgeben. Diese Idee ruft den Chefredakteur des Magazins "11Freunde" auf den Plan. Philipp Köster findet für das Vorhaben deutliche Worte.

"11Freunde"-Chef zerlegt Infantino
Olympia-Zweiter berichtet emotional von seinem Kampf gegen Depression
Der deutsche Geher Jonathan Hilbert hat mit emotionalen Worten über seine Fortschritte im Kampf gegen die Depression berichtet. "Nach mittlerweile drei Monaten Stillstand und Innehalten geht es mir besser", schrieb der Olympia-Silbermedaillengewinner von Tokio 2021 über 50 Kilometer in einem Instagram-Beitrag. Im vorigen August hatte der 31-Jährige seine Erkrankung erstmals öffentlich gemacht, im Mai berichtete er von einer Rückkehr der Depression und zog sich vorerst aus dem Leistungssport zurück.
Die ersten acht Wochen nach seinem Rückzug seien "eine ziemliche Achterbahnfahrt" gewesen, schilderte Hilbert. Nach der Wiederaufnahme der Therapie habe schnell festgestanden, dass es sich um eine schwere depressive Episode handle. Daraufhin habe er begonnen, Medikamente zu nehmen. Das zunächst eingesetzte Präparat habe jedoch keine spürbare Wirkung gezeigt, woraufhin er auf ein anderes Medikament umgestellt habe. "Der Antrieb kam wieder, die Gedanken wurden wieder heller", schrieb der 31-Jährige. Die Krankheit sei "kein 100-Meter-Lauf. Eher ein Marathon." Durch die Besserung nehme er aber nun sein Studium und auch das strukturierte Training wieder auf, schrieb Hilbert.
DFB-Frauen kehren an lang vorenthaltenen Ort zurück
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen bekommt es im Oktober mit zwei hochkarätigen Gegnern zu tun. Die Auswahl von Bundestrainer Christian Wück trifft zunächst am 9. Oktober in Karlsruhe auf Australien, ehe vier Tage später in Bremen das Duell mit Asienmeister Japan folgt. Es sind zwei richtige WM-Härtetests. Für die deutsche Mannschaft ist die Partie in Karlsruhe (20.30 Uhr/ZDF) der erste Auftritt an diesem Ort seit 20 Jahren. Im November 2006 hatte die Auswahl im damaligen Wildparkstadion gegen Japan gespielt (6:3). In Bremen (17.45 Uhr/ARD, beide auch im ntv.de-Liveticker) gastieren die DFB-Frauen zum zweiten Mal.
Nationaltrainer Wück hatte zuletzt mit Blick auf die Länderspiele Richtung WM 2027 in Brasilien gesagt: "Wir wollen da die nächsten Schritte gehen - ohne den Druck zu haben, uns noch qualifizieren zu müssen. Da können wir Dinge ausprobieren". Man werde die Spiele vor allem "als Vorbereitungsmaßnahmen nutzen".
"Reine Bestechung": Neue Details zum FIFA-Plan
Die FIFA meint es ernst mit ihren WM-Plänen - und setzt offenbar auch die Mitgliedsverbände unter Druck. Sky und die "Times" berichten, dass die FIFA auf eine Zustimmung innerhalb von 53 Tagen setze und dafür eine Summe von 40 Millionen US-Dollar aufrufe. Bei einer Ablehnung hingegen gebe es demnach 10 Millionen US-Dollar.
Dies sei "reine Bestechung", sagte eine nicht namentlich genannte Person der Zeitung. Von der FIFA gab es zunächst keine Angaben dazu. Die Frist würde entsprechend am 19. September ablaufen.
"Korruption" und "skandalöser Ausverkauf": FIFA für Pläne attackiert
Die Organisation FairSquare hat die Investoren-Pläne des Weltverbandes FIFA rund um die Fußball-Weltmeisterschaft als "skandalösen Ausverkauf unseres gemeinsamen Erbes" bezeichnet. Wie der Direktor der Organisation Nicholas McGeehan mitteilte, gehöre der Fußball "nicht der FIFA, um ihn zu verkaufen - schon gar nicht an Private-Equity-Fonds und Organisationen, die ausschließlich daran interessiert sind, von der Popularität des Sports zu profitieren".
FairSquare befürchtet mit Blick auf die Pläne, dass "dies das Patronagenetzwerk ankurbeln wird, das die Hauptursache für die Missstände bei der FIFA ist und das Potenzial birgt, Korruption zu begünstigen. FairSquare ruft "Politiker sowie alle anderen einflussreichen Persönlichkeiten und Organisationen" deshalb unter anderem dazu auf, "sich diesen Plänen zu widersetzen und die Forderungen nach einer Untersuchung der Verbindungen von Gianni Infantino zu US-Präsident Donald Trump durch die Ethikkommission der FIFA zu unterstützen."
"Zutiefst besorgt": FIFA kassiert weiteren Gegenwind
Nach der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hat auch der Kontinentalverband CONCACAF Kritik an den Plänen des Weltverbandes FIFA, Teil der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, geäußert. Insbesondere den aus ihrer Sicht intransparenten Prozess rückte die CONCACAF in den Fokus: "Wir sind zutiefst besorgt über das Fehlen eines ordnungsgemäßen Verfahrens", teilte der Verband für Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik gegenüber dem "Guardian" mit.
"Als Führungskräfte im Fußball sind wir die Hüter des Sports", hieß es zudem in der Erklärung, "gemeinsam tragen die FIFA, die Konföderationen und jeder Mitgliedsverband die Verantwortung, stets im besten Interesse des Sports zu handeln." Jede Entscheidung müsse von guter Führung, soliden Prozessen und langfristiger Verantwortung geleitet sein, erklärte der Verband, "dies ist der Rahmen, innerhalb dessen die CONCACAF agiert. Wir vertrauen darauf, dass alle innerhalb der FIFA-Familie in gleicher Weise handeln werden."
Profi auf der Flucht: Dänische Polizei sucht Vier-Millionen-Mann
Wo steckt Akinkunmi Amoo? Der ehemalige Profi des FC Kopenhagen wurde im Jahr 2023 unter anderem wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Dänische Medien berichten, dass Amoo seine Haftstrafe noch nicht angetreten hat und dass die Kopenhagener Polizei nun international nach ihm sucht.
Zusätzlich zu einer einjährigen Haftstrafe wurde Amoo auch zur Ausweisung und zu einem sechsjährigen Wiedereinreiseverbot verurteilt. Im September 2023 verließ Amoo Kopenhagen schon wieder und wechselte zum zypriotischen Verein Omonia Nikosia. Später zog er nach China – ein Land, das kein Auslieferungsabkommen mit Dänemark hat – und spielte für zwei chinesische Vereine, bevor er im Januar 2026 vereinslos wurde.
Amoos Wechsel von IF Hammarby ließ sich der FC Kopenhagen 2022 rund vier Millionen Euro kosten. 2022 stand der heute 24-Jährige einmal im Kader der Nationalmannschaft Nigerias, kam jedoch nicht zum Einsatz.
"Grenze überschritten": Watzke watscht Infantino-Plan ab
Die Fußball-Weltmeisterschaft in den Händen von Investoren - dieser Plan von FIFA-Boss Gianni Infantino geht Hans-Joachim Watzke entschieden zu weit. Der Vize-Präsident des UEFA-Exekutivkomitees sowie DFB-Vize-Präsident sagte dem "Kicker": "Viele im europäischen Fußball sehen die Pläne der FIFA als absoluten Angriff auf den Fußball an. Diese Haltung teile ich. Hier wird eine Grenze überschritten."
Berichten zufolge erwägt die UEFA einen WM-Boykott. Einig sind sich die Mitgliedsverbände jedenfalls in ihrer entschiedenen Kritik gegen die Pläne, berichtet Watzke. "Die Einigkeit darüber ist unter den Mitgliedsverbänden groß, das haben mir mehrere Gespräche gezeigt, die ich in den vergangenen Tagen mit Aleksander Ceferin und anderen Kollegen geführt habe. Bei der WM standen sechs europäische Teams im Viertelfinale und drei im Halbfinale. Wenn sich der europäische Fußball geschlossen gegen die Pläne wehrt, hat das sehr viel Gewicht."
Ex-Profi rät FC Bayern: "Wäre eine Super-Verstärkung"
Der ehemalige Bundesliga-Profi Valerien Ismael hat dem FC Bayern die Verpflichtung von Spaniens WM-Star Pedro Porro ans Herz gelegt. "Spaniens Pedro Porro hat gezeigt, dass er ein unglaublicher Verteidiger ist", begründete der 50-Jährige der "Sport Bild": "Er wäre wirklich eine Super-Verstärkung für den FC Bayern."
Denn, auch Ismael weiß: "Außenverteidiger auf diesem höchsten Niveau sind immer schwer zu finden. Porro ist defensiv zweikampfstark und bissig, schnell und immer für eine gefährliche Offensivaktion gut. Er bringt einfach alles mit." Ismael könne sich den Spanier "super in Vincent Kompanys Mannschaft vorstellen, da wäre er richtig gut aufgehoben". Valerien Ismael, als Spieler unter anderem für Werder Bremen und Bayern München aktiv, arbeitete als Trainer zuletzt für Blackburn Rovers. Nun ist er "offen" für eine neue Aufgabe an der Seitenlinie.
Rekord bringt Thomas Müller auf den Thron
Thomas Müller rückte sich die goldene Krone auf dem Kopf zurecht und nahm auf dem überdimensionalen Thron Platz. Der 36-Jährige hatte auch allen Grund zum Jubeln: Bei der Shooting-Challenge der Major League Soccer (MLS) stellte der Fußball-Weltmeister von 2014 einen neuen Rekord auf. Mit 79 Punkten übertraf Müller die bisherige Bestmarke von Evander, der im Vorjahr 72 Punkte erzielt hatte. Der Brasilianer trat nach Müllers Vorstellung noch einmal außer Konkurrenz an, um nachzulegen - und kam ebenfalls auf 79 Punkte. Daraufhin setzte Müller dem Profi des FC Cincinnati seine Krone auf.
"Ich liebe die Skills Challenge", sagte Müller sichtlich gut gelaunt auf seinem Thron. Die Shooting-Challenge ist Teil der MLS All-Star Skills-Challenge und findet traditionell am Vorabend des MLS All-Star-Games statt. Dabei stellen ausgewählte MLS-Profis ihre Schussgenauigkeit unter Beweis, indem sie innerhalb einer begrenzten Zeit möglichst viele Zielscheiben im und um das Tor treffen.
"Froh, dass es wieder losgeht": Neuer nach WM-Debakel
Der FC Bayern geht in die kommende Saison noch entschlossener als in die vergangene - behauptet jedenfalls Manuel Neuer. "Ich glaube, dass die Motivation gerade auch bei den Spielern da ist, noch mehr zu erreichen als in der letzten Saison", sagte der 40 Jahre alte Kapitän im Trainingslager der Münchner am Tegernsee. Zur Freude auf die neue Saison trügen nicht zuletzt die Verpflichtungen von Ismael Saibari und Nathaniel Brown bei, behauptete Neuer. "Ich glaube, dass die Neuzugänge auch nochmal genug Power mitbringen, dass sie uns weiterbringen."
Erfolge mit dem FC Bayern sollen für Neuer und die anderen deutschen Nationalspieler die Enttäuschung der WM vergessen machen. "Irgendwie ist man auch froh, dass es wieder losgeht und dass man neue Ziele hat und viel erreichen kann auch mit dem Verein, und das ist jetzt unser Ziel", sagte er. In der vergangenen Saison gewannen die Münchner das Double und scheiterten erst im Halbfinale der Champions League am späteren Sieger Paris Saint-Germain.
Zverev freut sich "riesig" auf umstrittenes Turnier
Alexander Zverev nimmt auch 2026 am umstrittenen Tennis-Showturnier Six Kings Slam im saudi-arabischen Riad teil. Wie die Organisatoren der Unterhaltungsbehörde des Landes bekannt gaben, gehört der French-Open-Sieger und Wimbledon-Finalist zum sechsköpfigen Starterfeld. "Ich freue mich riesig", schrieb der 29-jährige Hamburger auf Instagram. Das sportlich bedeutungslose Turnier findet vom 21. bis 24. Oktober statt. Wie im Vorjahr sind in Jannik Sinner und Carlos Alcaraz die Nummer eins und zwei der Weltrangliste dabei. Auch Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic sowie der US-Amerikaner Taylor Fritz sind in der Halle erneut dabei. Lediglich für den Australier Alex de Minaur kommt es zur Premiere.
ATP-Punkte können die Teilnehmer nicht sammeln, da das Turnier nicht Teil Tour-Kalenders ist. Finanziell dürfte es sich aber lohnen: Der zweimalige Champion Sinner erhielt 2025 neben 1,5 Millionen Dollar Startgeld auch 4,5 Millionen Dollar Siegprämie. Das Turnier ist in die Riyadh Season eingebettet. Mit dem Event-Monat Oktober erhofft sich das Königreich langfristig seine Abhängigkeit vom Ölgeschäft zu verringern. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatten dem Land in der Vergangenheit immer wieder "Sportswashing" vorgeworfen.
Nach 114 Jahren: Gericht besiegelt Aus von Ex-Guardiola-Klub
Nach 114 Jahren ist das Aus für den italienischen Traditionsverein Brescia Calcio besiegelt. Ein Gericht erklärte den Klub am Dienstag für insolvent. Mit der Entscheidung endet eine monatelange Krise des 1911 gegründeten Vereins, bei dem unter anderem Roberto Baggio, Pep Guardiola, Andrea Pirlo und Luca Toni spielten. Die wirtschaftlichen Probleme hatten sich in den vergangenen eineinhalb Jahren zugespitzt. Auslöser waren nach Behördenangaben ausstehende Gehalts- und Sozialversicherungszahlungen, die mit Steuergutschriften beglichen werden sollten. Diese wurden später als ungültig eingestuft. Nach Ermittlungen der Finanzkontrollbehörde erhielt Brescia einen Abzug von acht Punkten, wodurch der Klub aus der Serie B abstieg und UC Sampdoria die Klasse hielt.
Klubbesitzer Massimo Cellino verzichtete anschließend auf die Anmeldung für die Serie C und erfüllte die finanziellen Auflagen nicht. Daraufhin entzog der Verband dem Verein die Profilizenz. Wegen Schulden von rund 20 Millionen Euro beantragte die Staatsanwaltschaft die Insolvenz. Nun übernimmt ein Insolvenzverwalter die Abwicklung des Vereinsvermögens. Mit Union Brescia gibt es bereits eine Profimannschaft, die den Aufstieg in die Serie B anstrebt. Die Zukunft von Brescia Calcio hängt vom weiteren Verlauf des Verfahrens ab.
Fußball-WM in Deutschland? "Sehr gute Chancen"
Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann hat sich für eine deutsche WM-Bewerbung ausgesprochen. Deutschland verfüge über die nötige Infrastruktur mit Blick auf Stadien, Verkehr und Hotels. "Jedes einzelne Spiel wird ausverkauft sein. Es wird ein Erfolg werden", sagte Hellmann, der auch Mitglied des DFB-Vorstandes ist, bei "The Athletic": "Für 2038 gibt es noch Spielraum für eine Bewerbung, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass wir für 2042 sehr gute Chancen haben, eine erfolgreiche Kampagne durchzuführen."
Hellmann verwies auf die Heim-WM 2006. "Deutschland stand damals wirtschaftlich nicht gut da", sagte Hellmann. "Die Wahrnehmung Deutschlands wandelte sich 2006 komplett: von 'Die Deutschen sind zu ernst' zu 'Deutschland ist ein großartiges Land mit großer Gastfreundschaft'." Dies sei "die beste Marketingkampagne" gewesen, "die wir je durchgeführt haben." Und: "Die Türen, die wir auf dem Weltmarkt öffnen konnten, waren enorm." Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) prüft intensiv eine Bewerbung, Präsident Bernd Neuendorf hat die Überlegungen zuletzt bereits dem Präsidium der Bundesliga vorgestellt.





